Motorsäge fit für die Brennholzsaison: Darauf sollten Sie vor dem Herbst achten

Motorsäge fit für die Brennholzsaison: Darauf sollten Sie vor dem Herbst achten
Wenn im Spätsommer die Tage langsam kürzer werden, beginnt für viele Grundstücksbesitzer, Waldbesitzer und Brennholznutzer die Vorbereitung auf die kommende Holzsaison. Spätestens bevor die Motorsäge nach längerer Pause wieder regelmäßig eingesetzt wird, lohnt sich ein gründlicher Check. Eine gut gewartete Motorsäge arbeitet nicht nur zuverlässiger und effizienter – der einwandfreie technische Zustand ist auch ein wichtiger Faktor für sicheres Arbeiten.
Wir zeigen Ihnen, was Sie vor der Brennholzsaison an Ihrer Motorsäge kontrollieren sollten.
1. Motorsägenkette überprüfen
Die Kette gehört zu den wichtigsten Verschleißteilen einer Motorsäge. Eine stumpfe Kette erschwert die Arbeit erheblich. Statt sich sauber durch das Holz zu ziehen, muss stärker gedrückt werden. Gleichzeitig steigt die Belastung für Motor, Schwert und Anwender.
Prüfen Sie deshalb:
* Schärfe der Schneidezähne
* gleichmäßige Zahnlänge
* Tiefenbegrenzer
* Beschädigungen
* richtige Kettenspannung
Eine verschlissene oder beschädigte Kette sollte rechtzeitig ersetzt werden.
2. Führungsschiene kontrollieren
Nicht nur die Kette, sondern auch die Führungsschiene – häufig einfach als Schwert bezeichnet – ist hohen Belastungen ausgesetzt. Kontrollieren Sie die Schiene auf sichtbare Beschädigungen und übermäßigen Verschleiß. Auch die Nut sollte sauber sein. Je nach Bauart sollten außerdem Umlenkstern und Schmieröffnungen kontrolliert werden. Eine neue Kette auf einer stark verschlissenen Führungsschiene bringt langfristig wenig. Deshalb sollten Kette und Schneidgarnitur immer gemeinsam betrachtet werden.
3. Kettenschmierung prüfen
Eine ausreichende Schmierung reduziert Reibung und Verschleiß an Kette und Führungsschiene. Vor dem ersten größeren Arbeitseinsatz sollte deshalb kontrolliert werden, ob die Kettenschmierung ordnungsgemäß funktioniert und ausreichend geeignetes Kettenhaftöl vorhanden ist. Arbeiten Sie niemals längere Zeit mit unzureichender Schmierung.
4. Luftfilter reinigen
Beim Sägen entstehen feiner Staub, Späne und Schmutz. Der Luftfilter verhindert, dass diese Verunreinigungen in den Motor gelangen. Ein stark verschmutzter Filter kann die Motorleistung beeinträchtigen und den Kraftstoffverbrauch erhöhen. Deshalb gehört die Kontrolle des Luftfilters zur regelmäßigen Wartung einer Motorsäge.
5. Kraftstoff und Betriebsstoffe kontrollieren
Hat eine Motorsäge längere Zeit gestanden, sollte auch der Kraftstoff kontrolliert werden. Alter oder ungeeigneter Kraftstoff kann Startprobleme und einen unruhigen Motorlauf verursachen. Beachten Sie deshalb immer die Vorgaben des jeweiligen Herstellers zu Kraftstoff und Mischung.
Kontrollieren Sie außerdem den allgemeinen Zustand von Tank, Verschlüssen und Leitungen auf erkennbare Undichtigkeiten oder Beschädigungen.
6. Sicherheitseinrichtungen nicht vergessen
Bei einer Motorsäge geht es nicht nur um Motorleistung und eine scharfe Kette. Vor Arbeitsbeginn sollten auch sicherheitsrelevante Bauteile überprüft werden. Dazu gehören unter anderem:
* Kettenbremse
* Handschutz
* Kettenfänger
* Gashebelsperre
* Bedienelemente
* Griffe und Dämpfungselemente
Wer Beschädigungen oder eine Fehlfunktion feststellt, sollte die Motorsäge nicht weiter einsetzen, bevor das Problem behoben wurde.
7. Persönliche Schutzausrüstung überprüfen
Auch die beste Motorsäge ersetzt keine geeignete Schutzausrüstung.
Zur grundlegenden Ausstattung beim Arbeiten mit der Motorsäge gehören je nach Einsatz unter anderem Schnittschutzhose, geeignete Sicherheitsschuhe, Handschuhe sowie Kopf-, Gesichts- und Gehörschutz. Prüfen Sie vorhandene Schutzausrüstung regelmäßig auf Beschädigungen und Verschleiß.
#Wann lohnt sich der Werkstattcheck?
Wer seine Motorsäge intensiv nutzt oder bei der Überprüfung Unregelmäßigkeiten feststellt, sollte das Gerät vor der Saison fachmännisch kontrollieren lassen.
Das gilt insbesondere bei:
* schlechtem Startverhalten
* unruhigem Motorlauf
* Leistungsverlust
* Problemen mit der Kettenschmierung
* auffälligen Geräuschen
* beschädigten Sicherheitseinrichtungen
So können kleinere Probleme erkannt werden, bevor daraus während der Saison größere Ausfälle entstehen.
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**Unser Tipp:** Warten Sie mit dem Motorsägen-Check nicht bis zum ersten großen Arbeitstag. Wer seine Technik rechtzeitig vor der Brennholzsaison überprüfen lässt, kann starten, wenn sie gebraucht wird.

